Samstag, 4. Februar 2012

Die sieben Sätze eines ...

..Moraltheologen.

  • Das Naturrecht ist durch die Diskursethik abgelöst.
  • Man kann den Menschen durch festgelegte Normen nicht mehr erreichen.
  • Wir befinden uns hier in der Ethik des gelingenden Lebens.
  • Die Wahrheit findet sich im Diskurs, der jeden gleichberechtigt nebeneinander stellt.
  • Die Hauptsache ist das freie Gewissen, das ja über dem Lehramt steht.
  • Wenn sie mal lachen wollen, nehmen Sie sich alte Moralbücher.
  • Das II. Vatikanum hat die Freiheit betont.
Diese Liste gibt keine Garantie auf Vollständigkeit.


"Die sieben Sätze" erscheint als Beitragsreihe. Zu Wort werden auch weitere Theologen kommen.
Vorschläge werden gerne entgegengenommen.

Kommentare:

  1. Momentchen mal! Ist das jetzt echt oder Satire... [** sich-vor-der-Antwort-fürcht **] ?

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    1. "Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht töten können, sondern fürchtet euch vor dem, der Seele und Leib ins Verderben der Hölle stürzen kann."

      [nachösterlich, d.h. der NT-Exeget wendet sich wieder seinem agraphologischem Erfindungsgeist zu]

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  2. Die Furcht ist berechtigt. Auch wenn es sich um keine direkten Zitate handelt, entstammen diese Sätze keinesfalls bloß aus der Satirefeder des Autors.

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    1. Moraltheologe - das ist der realsatirische Hermeneutikschlüssel

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  3. Sehr gut auf den Punkt gebracht!
    Eigentlich ist der Kontrast offensichtlich: Früher ging es um das Heil der Seele, heute geht es um das "gelingende Leben". Was aber aufhorschen lassen sollte: In der Bibel gibt es eine ganz besondere Gruppe von Menschen, die ein "gelingendes leben" führen... es sind die Flevler (vgl. Ps 73,3-5).

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